Frankfurter Psychoanalytisches Institut >  Veranstaltungen  >  Fachöffentliche Veranstaltungen

Fachöffentliche Veranstaltungen

Aktuelle Veranstaltungen

Im folgenden finden Sie die fachöffentliche Veranstaltungen des Frankfurter Psychoanalytischen Instituts. Bitte beachten Sie, dass diese Veranstaltungen nur offen sind für ein Fachpublikum von in der Psychotherapie arbeitenden Kolleg*innen.

Den aktuellen Veranstaltungskalender des FPI, der auch die fachöffentlichen Veranstaltungen beinhaltet, finden Sie hier: fpi.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender

 

 

Freitag, 23.01.2026, 20:15, FPI

Szenische Fallarbeit – ein neuer Modus zur Repräsentanz zwischenleiblichen Geschehens.

Referent: Jörg Scharff
Moderation: Friedrich Markert

Im Vortrag wird eine neue Form psychoanalytischer Fallarbeit in der Gruppe dargestellt: als Dreh-und Angelpunkt des Fallseminars figuriert eine ausgewählte Minisequenz, die vom Vortragenden szenisch verkörpert wird und über das leibhaftige Miterleben aller Teilnehmer hier den Boden für das analytische Träumen und das sich allmählich entwickelnde analytische Verständnis bildet. Das Verfahren wird in seiner Methodik beschrieben, die Charakteristika des Arbeitsraumes erläutert und an einem Fallbeispiel veranschaulicht.

Der Vortrag bietet auch Gelegenheit, der Beiträge unseres im vergangenen Jahr verstorbenen Kollegen Tilman Mosers zu gedenken, der in vielen seiner Schriften das Leibliche zum Ausgangspunkt seiner behandlungtheoretischen und behandlungpraktischen Überlegungen machte. 

Jörg M. Scharff, Dr. phil., Dipl.-Psych., Psychoanalytiker (DPV, IPA) in eigener Praxis. Lehr-und Kontrollanalytiker am Frankfurter Psychoanalytischen Institut. Veröffentlichungen zur psychoanalytisch-orientierten Beratung, zur psychoanalytischen Theorie der Denkstörung und Perversion, zur inszenierenden Interaktion, zur psychoanalytischen Behandlungstechnik und zur leiblichen Dimension in der Psychoanalyse.

Anmeldung nur über diesen Link möglich. Der Anmeldeschluss ist der 16.01.2026
Die Teilnahme ist kostenlos für Mitglieder und Kandidat:innen des FPI und des AFI, für Mitarbeiter:innen des FPI, SFI, JBZ und FAPP sowie für Kandidat:innen des IPF und aller DPV-Institute und für Studierende. Wenn oben angegebenes nicht auf Sie zutrifft, überweisen Sie bitte den Beitrag von 10,- EUR auf das Konto des Frankfurter Psychoanalytischen Instituts

IBAN: DE89 5005 0201 0200733346

Verwendungszweck: Szenische Fallarbeit

Eine Zertifizierung der Veranstaltung mit Fortbildungspunkten wird bei der Landespsychotherapeutenkammer Hessen beantragt.

 

 


Informationen zum Veranstaltungsort:
FPI
Myliusstraße 20
60323 Frankfurt am Main

Freitag, 06.03.2026, 20:15 Uhr, FPI

Der psychoanalytische Rahmen als gemeinsam geteiltes Übergangsobjekt: Neuere Überlegungen zum Rahmen diskutiert anhand der Teleanalyse und eines Fallbeispiels

Referent: Bernd Pütz
Moderation: Andju Labuhn


In dem Vortrag wird versucht, ein Konzept für den psychoanalytischen Rahmen als ein Zwischending, als ein von Analytiker und Analysand gemeinsam geteiltes Übergangsobjekt (Winnicott) zu entwickeln. Der in vielen Theorien vernachlässigte Herstellungsprozess des Rahmens wird betont und durch unterschiedliche Phasen charakterisiert. Nach dem Erstinterview wird eine Phase postuliert, in der die symmetrischen Aspekte der analytischen Beziehung für die Bildung eines gemeinsamen Rahmens als entscheidend angesehen werden: das gemeinsam geteilte Übergangsobjekt. In einer nächsten Phase wird die Asymmetrie der Beziehung als bedeutsam angesehen: der Analytiker übernimmt den Schutz des Rahmens. Anhand eines Beispiels eines Patienten, der während seiner Stunde aus einem fahrenden Auto aus per Telefon anrief, sollen Überlegungen zur Teleanalyse/Remote Analysis und zu den Folgen der Covid 19 Pandemie für die psychoanalytische Behandlungstechnik angestellt werden. Die Stunde kann als Zusammenwirken zwischen Prozessen der Triangulierung und des Spielens verstanden werden. Abschließend wird die Notwendigkeit von Überlegungen zu einer psychoanalytischen Medientheorie mit Reflektionen über das Medium „Telefon“ diskutiert. 

Bernd Pütz ist Psychoanalytiker in eigener Praxis in Frankfurt am Main und Lehranalytiker (FPI, DPV, IPA, DGPT). Von 2020-2024 im Vorstand der DPV, von 2022-2024 Leiter des zentralen Ausbildungsausschusses. Veröffentlichungen zu Themen der Behandlungtechnik: Rahmen, Erstinterview, Remote Analysis, theoretischer Pluralismus in der Psychoanalyse.

Anmeldung nur über diesen Link möglich. Der Anmeldeschluss ist der 27.02.2026
Die Teilnahme ist kostenlos für Mitglieder und Kandidat:innen des FPI und des AFI, für Mitarbeiter:innen des FPI, SFI, JBZ und FAPP sowie für Kandidat:innen des IPF und aller DPV-Institute und für Studierende. Wenn oben angegebenes nicht auf Sie zutrifft, überweisen Sie bitte den Beitrag von 10,- EUR auf das Konto des Frankfurter Psychoanalytischen Instituts

IBAN: DE89 5005 0201 0200733346

Verwendungszweck: Psychoanalytische Rahmen

Eine Zertifizierung der Veranstaltung mit Fortbildungspunkten wird bei der Landespsychotherapeutenkammer Hessen beantragt.

 


Informationen zum Veranstaltungsort:
FPI
Myliusstraße 20
60323 Frankfurt am Main

Freitag, 20.03.2026, 20:15 Uhr, FPI

Prismatische Brechungen deutscher Psychoanalysegeschichte im Rheinland

Referent:  Michael Lacher (Dortmund)

Moderation: Iris Kollodzeiski-Kunz 

Es wird eine Synopse eines mehrjährig gelaufenen und von der Köhler-Stiftung geförderten - an der RUB /KKC gelaufenen - Forschungsprojektes zur Geschichte der Psychoanalyse angerissen. Es soll eingangs kurz die Nachkriegsgeschichte der Psychoanalyse im Rheinland dargestellt und an die Historiografie einer Geschichtsschreibung der Psychoanalyse in Deutschland angeschlossen werden. Eine prominente Gründungsfigur eines Psychoanalytischen Institutes (Edeltrud Meistermann-Seeger) wird anhand von Archivalien,  Interviewsequenzen von Zeitzeugen, Interpretationsergebnisse der verwendeten Tiefenhermeneutik als qualitative Forschungsmethode zur psychoanalytischen Kulturforschung vorgestellt. Dabei wird versucht aufzuzeigen, dass im Geschichtsverständnis der Zeitzeugen bisher verborgene konflikthafte Brüche in den Nachkriegsnarrativen auf Brücken zum NS-Erbe und zu folgenden Generationenkonflikten existieren, die auf eine latente Ebene verschoben und unbewusst gemacht worden waren. Als Beispiel hierfür soll ein gefundener gruppal geteilter Mythos über diese prominente Gründungsfigur dargestellt werden, der unbewusst gemachte verpönte Lebenspraxen in der (psychoanalytischen) Gesellschaft abwehrt(e).

Michael Lacher, Dr. rer. soc., Dipl.-Psych., niedergelassen in eigener Praxis in Dortmund und Lehranalytiker (DPV/IPA) der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf. Gruppenlehranalytiker der Deutsche Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie (D3G). Lehraufträge an der Medizinischen Fakultät (2003-2005) und ab 2016 an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ruhr-Universität-Bochum. Publikationen u.a.  (2025) Macht, Geschlecht und Angst. Tiefenhermeneutische Rekonstruktion psychoanalytischer Institutsgeschichten. Bochum: Westdeutscher Universitätsverlag.

Anmeldung nur über diesen Link möglich. Der Anmeldeschluss ist der 13.03.2026
Die Teilnahme ist kostenlos für Mitglieder und Kandidat:innen des FPI und des AFI, für Mitarbeiter:innen des FPI, SFI, JBZ und FAPP sowie für Kandidat:innen des IPF und aller DPV-Institute und für Studierende. Wenn oben angegebenes nicht auf Sie zutrifft, überweisen Sie bitte den Beitrag von 10,- EUR auf das Konto des Frankfurter Psychoanalytischen Instituts

IBAN: DE89 5005 0201 0200733346

Verwendungszweck: Prismatische Brechungen 

Eine Zertifizierung der Veranstaltung mit Fortbildungspunkten wird bei der Landespsychotherapeutenkammer Hessen beantragt.

 


Informationen zum Veranstaltungsort:
FPI
Myliusstraße 20
60323 Frankfurt am Main

Samstag, den 18.04.2026, 10.00-12.30, FPI,

Bions  Konzept - O - in der postsäkularen Moderne
Referenten: Michael Kühnlein und Rosemarie Kennel
Moderation: Felix Schoppmann 

W.R. Bions in seinem letzten Lebensjahrzehnt entwickeltes Konzept „Transformation in O“ ist im europäischen Raum wenig beachtet worden, während die früheren Konzepte inzwischen relativ gut integriert sind. In gesellschaftlichen  Umbruchzeiten, die mit Desorientierung und Fragmentierung, Identitäts- und Sinnkrisen einhergehen, gewinnt es nun zunehmend Bedeutung.

R. Kennel wird in ihrem Beitrag, das „späte“ Konzept “O“ in Verbindung mit den „frühen“, dem logischen Empirismus nahestehenden Konzepten unter behandlungstechnischen Aspekten beleuchten. Darüber hinaus soll der Frage nachgegangen  werden, wo und wie das Konzept “O“ mit seinen metaphysischen Dimensionen unter Wahrung seiner spezifischen Differenz, in einem größeren Rahmen innerhalb vergleichbarer soziokultureller Zeitströmungen der Postmoderne positioniert werden kann.

In dem Vortrag von Michael Kühnlein geht es um die Anschlussfähigkeit von Bions 

Konzept “O“ an die sozialphilosophischen Debatten der Gegenwart. Sowohl Hartmut Rosas

Resonanztheorie als auch Charles Taylors Option des Glaubens greifen in ihrer Kritik der Moderne auf grundlegende asymmetrische und nicht instrumentalisierbare Beziehungs-ereignisse zurück, die sich komplementär zu Bions Konzept  “0“ interpretieren lassen. Denn Ihnen allen ist eine gemeinsame Grundfrage eigen: Wie kann der Mensch eine Beziehung zu einer Wirklichkeit herstellen, die ihn übersteigt und zugleich innerlich transformiert.  

Michael Kühnlein ist promovierter Philosoph und Habilitand an der Hochschule für Philosophie in München: darüber hinaus ist er Direktoriumsmitglied des Instituts für Religionsphilosophische Forschung an der Goethe-Universität in Frankfurt/M und Lehrbeauftragter für Politische Philosophie an der Universität Heidelberg. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Themen der Moral-, Rechts- und Religionsphilosophie.

Rosemarie Kennel, Dr.med., ist Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, Fachärztin für Psychosomatische Medizin. Psychoanalytikerin freier Praxis. Lehranalytikerin i.R. der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung am Frankfurter Psychoanalytischen Institut.

Anmeldung nur über diesen Link möglich. Der Anmeldeschluss ist der 13.04.2026
Die Teilnahme ist kostenlos für Mitglieder und Kandidat:innen des FPI und des AFI, für Mitarbeiter:innen des FPI, SFI, JBZ und FAPP sowie für Kandidat:innen des IPF und aller DPV-Institute und für Studierende. Wenn oben angegebenes nicht auf Sie zutrifft, überweisen Sie bitte den Beitrag von 10,- EUR auf das Konto des Frankfurter Psychoanalytischen Instituts

IBAN: DE89 5005 0201 0200733346

Verwendungszweck: Bions Konzept

Eine Zertifizierung der Veranstaltung mit Fortbildungspunkten wird bei der Landespsychotherapeutenkammer Hessen beantragt.


Informationen zum Veranstaltungsort:
FPI
Myliusstraße 20
60323 Frankfurt am Main



Bitte warten...