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Fachöffentliche Veranstaltungen

Aktuelle Veranstaltungen

Im folgenden finden Sie die fachöffentliche Veranstaltungen des Frankfurter Psychoanalytischen Instituts. Bitte beachten Sie, dass diese Veranstaltungen nur offen sind für ein Fachpublikum von in der Psychotherapie arbeitenden Kolleg*innen.

Den aktuellen Veranstaltungskalender des FPI, der auch die fachöffentlichen Veranstaltungen beinhaltet, finden Sie hier: fpi.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender

 

 

Freitag, 12. Juni 2026, 20:15 Uhr im FPI

Geschichten von Dreiecken – Gedanken zu den Grundlagen der Psychoanalyse in den Kulturen
Referent: Tomas Plänkers
Moderation: Iris Kollodzeiski-Kunz

Der Vortrag untersucht die universelle Gültigkeit des Ödipuskomplexes in verschiedenen Kulturen und erörtert die Rolle der Psychoanalyse als Anker in chaotischen Zeiten. Freud formulierte sein Verständnis des Ödipuskomplexes zunächst auf der Grundlage seines eurozentrischen Konzepts von Zivilisation und Kultur, was dazu führte, dass außereuropäische Kulturen als »primitiv« wahrgenommen wurden. Als sich die Psychoanalyse jedoch nach Asien ausbreitete, stieß sie auf hochentwickelte, außereuropäische Kulturen und deren indigene Psychologie. Der Referent geht hier auf Einwände asiatischer Kulturen gegen die universelle Gültigkeit des Ödipuskomplexes ein. Es werden Beispiele aus indischen, chinesischen und japanischen Mythen angeführt, die Freuds Konzept in Frage stellen. Der Referent argumentiert, dass diese Mythen und kulturellen Variationen keine Antipoden des Ödipuskomplexes sind, sondern vielmehr kulturelle Varianten einer universellen Dreiecksbeziehung. Die östlichen Mythen deuten darauf hin, dass die frühe Mutter-Kind-Beziehung eine zentrale Rolle in der kulturellen Entwicklung spielt und den Frauen eine bedeutende Rolle zuweist – im Gegensatz zu Freuds Ansichten.

Darüber hinaus stellt der Referent die Vorstellung in Frage, dass die kulturelle Identität zwischen dem Westen und dem Osten unvergleichbar sei. Zwar gebe es Unterschiede in der analytischen Arbeit und den kulturellen Praktiken, die universelle Fähigkeit des Menschen, über sich selbst nachzudenken und mit den Tatsachen des Lebens umzugehen, bleibe aber unverändert. Abschließend wird die Notwendigkeit erörtert, dass sich die Psychoanalyse mit der individuellen und gesellschaftlichen Wendung gegen die strukturelle Dreiheit befasst, die sich in regressiven Formen und politischen Bewegungen manifestieren kann. Er betont die Bedeutung einer Kultur des Denkens und der Integration, um destruktiven Tendenzen entgegenzuwirken.

Tomas Plänkers, Dr. phil, Dipl.-Psych. Lehranalytiker der DPV und IPA, niedergelassen in eigener Praxis am Frankfurt am Main. Langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter und aktueller Gastwissenschaftler des Sigmund-Freud-Institutes. Vielfache Veröffentlichungen u.a. zu erkenntnistheoretischen Fragestellungen. https://praxis-dr-plaenkers.de/publikationen/

Anmeldung nur über diesen Link möglich: https://fpi.de/veranstaltungen/fachoeffentliche-veranstaltungen  Der Anmeldeschluss ist der 08.06.2026

Die Teilnahme ist kostenlos für Mitglieder und Kandidat:innen des FPI und des AFI, für Mitarbeiter:innen des FPI, SFI, JBZ und FAPP sowie für Kandidat:innen des IPF und aller DPV-Institute und für Studierende.
Wenn oben angegebenes nicht auf Sie zutrifft, überweisen Sie bitte den Beitrag von 10,- EUR auf das Konto des Frankfurter Psychoanalytischen Instituts

IBAN: DE89 5005 0201 0200733346
Verwendungszweck: Dreiecke

Eine Zertifizierung der Veranstaltung mit Fortbildungspunkten wird bei der Landespsychotherapeutenkammer Hessen beantragt.

 


Informationen zum Veranstaltungsort:
FPI
Myliusstraße 20
60323 Frankfurt am Main



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