Veranstaltungsdetails

: Fachöffentliche Veranstaltungen

Samstag, 06. Juni 2020 | 10:00 - 14:00 Uhr

5. Klein-Bion-Forum: Der Ödipuskomplex in der Schule Melanie Kleins

Referentin: Dr. med. Rosemarie Kennel
Fallvorstellung: Dipl.-Psych. Soheila Kiani-Dorff
Überlegungen zur Fallvorstellung aus kleinianischer Sicht: Dr. phil. Tomas Plänkers
Moderation: Dipl.-Psych. Tim Darmstädter

„Seit Freud den Ödipuskomplex entdeckte, betrachtet man ihn als zentralen Konflikt der menschlichen Psyche, in dem sich widersprüchliche Impulse, Phantasien, Ängste und Abwehrmechanismen verdichten. Aus diesem Grund steht er im Mittelpunkt der psychoanalytischen Arbeit. Noch immer begegnet man dem Irrtum, dass Melanie Klein die Beziehung des Babys zur Brust in ihrer Arbeit immer stärker in den Vordergrund gerückt habe, während die Rolle des Vaters sowie der Ödipuskomplex zunehmend an Bedeutung verloren hätten. Wer mit Melanie Kleins Werk vertraut ist, weiß jedoch, dass eine ihrer ersten Entdeckungen die frühen Formen des Über-Ichs und Ödipuskomplexes vor Errichtung des Genitalprimats betraf. Melanie Klein beobachtete, dass der Ödipuskomplex zunächst in primitiver Form in Erscheinung tritt  und das ‚prä-genital‘ nicht zwangsläufig ‚prä-ödipal‘ bedeutet.“ (Hanna Segal, 1989)

Durchgeführt von der Arbeitsgruppe Tim Darmstädter, Rosemarie Kennel, Karin Lüders, Tomas Plänkers, Joachim Rothhaupt, Helga Wildberger.

*für Mitglieder und Kandidaten des FPI, des AFI und des DPG-Instituts

**Anmeldung über Helga Wildberger: hwildberg (at) aol.com